Esoterische Programmiersprachen

20. März 2016    Informatik

Esoterische Programmiersprachen sind Programmiersprachen, die nicht für den praktischen Einsatz entwickelt wurden, sondern um ungewöhnliche Sprachkonzepte umzusetzen - und um einfach Spaß zu haben.

Obwohl esoterische Programmiersprachen keine echten Anwendungen haben, hat ihr Einsatz im Informatikunterricht doch einen besonderen Reiz. Mit wenigen Befehlen lassen sich erstaunlich komplexe Aufgaben lösen. Damit kann eine Sprache wie BrainFuck im Kontext der maschinennahen Programmierung eingesetzt werden. Auch zur Vertiefung der theoretischen Informatik eignet sich BrainFuck als Turing-vollständige Programmiersprache. Zudem macht BrainFuck einfach riesigen Spaß!

Grundlagen

Der folgende Basisartikel der CT gibt einen guten Überblick über die gängigen Vertreter esoterischer Programmiersprachen:

CT-Artikel 222007, Seite 192 ff.

BrainFuck

Die bekannteste esoterische Programmiersprache „Brainfuck“ kennt nur acht Befehle. Trotz dieser Eingeschränktheit ist Brainfuck Turing-vollständig, d.h. sie leistet genau so viel wie die Idee des universellen Rechnermodells von Alan Turing. Das Programm „TuringKara“ kann dabei helfen, die Idee der Turingmaschine besser zu verstehen und die Mächtigkeit der Turingmaschine der von Brainfuck gegenüberzustellen.

Unterrichtsmaterial

Weitere Programmiersprachen

Interessante Kandidaten zur weiteren Erkundung sind:

Befunge

Programme dieser Sprache werden in einer Matrix codiert und können sich selbst modifizieren.

Chef

Programmtexte werden als eine Art Kochrezept formuliert.

Shakespeare Programming Language (SPL)

Programmtexte lesen sich wie ein Gedicht von Shakespeare, führen aber tatsächlich konkrete Berechnungen durch.